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Dexcom G7 oder Freestyle Libre 3 – Neuer Test 2022 – Welcher Blutzucker-Sensor ist der Beste?

Dexcom G7 und Abbott Freestyle Libre 3 – Eine neue Generation an kontinuierlichen Glukosemessgeräten ist auf dem Markt. Doch was können sie? Welcher ist besser? Ich habe mir beide genauer angesehen. Hier findet ihr meine Bewertung in 7 Kategorien.

Egal ob Eversense, Medtronic, Dexcom oder Freestyle Libre – die kontinuierlichen Glukosemessgeräte (CGM, Continuous Glucose Monitoring) sind inzwischen bei fast jedem und jeder Typ-1-Diabetiker:in angekommen. Dank der dezenten Geräte haben wir Diabetiker:innen unsere Blutzuckerwerte immer im Blick. In den Finger pricken und einen Tropfen Blut in ein Messgerät geben – also „blutig messen“ – ist nur noch im Ausnahmefall nötig. Nach zwei Jahren guter Erfahrungen mit dem Dexcom G6 war es für mich Zeit für einen Wechsel. Da stellt sich die Frage, welcher der neuen CGMs soll es sein: Der Freestyle Libre 3 oder der Dexcom G7?

Ich habe beide Systeme genauer angesehen und sie auf Herz und Nieren geteprüft. Im Alltag, beim Sport, beim Schlafen und bei der Arbeit sind die Messgeräte bei mir. Am Ende ist meine Entscheidung zwischen Dexcom G7 und Freestyle Libre 3 aber klar. Das Ergebnis findet ihr unten. Aber schauen wir uns erst einmal die Basics an.

Inhalt:

Warum überhaupt ein kontinuierliches Glucosemessgerät (CGM)?

Sowohl Freestyle Libre 3 oder Dexcom G7 sind beide eine enorme Erleichterung für das Diabetesmanagement für jeden Menschen mit Typ-1 Diabetes. Die Geräte werden durch ein einfaches Gerät auf und in die Haut gesetzt. Das heißt, dass du ein kleines Plastikgerät auf deinen Arm drückst,  dann einen Knopf und Zack! hast du einen Sensor am Arm, der dir zu jeder Zeit deinen Blutzucker verrät. Auf der Haut siehst du einen kleinen Plastikknopf, unter der Haut ist ein kleiner Metallfaden, der dank modernster Technik deinen Blutzucker in deiner Gewebeflüssigkeit erkennt. Der Sensor hängt also nicht in deiner Blutbahn, sondern nur ein bisschen unter der Haut. Ein Wunder der Technik. Das erspart uns Diabetiker:innen uns ständig “blutig” zu messen, also mit einem Messgerät, für das man sich einmal in den Finger pricken muss, um einen Tropfen Blut auf einen Messstreifen zu füllen. Da ist ein CGM, egal ob jetzt von Freestyle oder von Dexcom, deutlich bequemer.

Was kann die neueste CGM-Generation von Dexcom und Freestyle Libre?

Von den beiden neuen CGMs hat seit meinem letzten der Test Freestyle Libre 3 den größeren Sprung gemacht. Sein Vorgänger mit der Nummer 2 war noch kein echtes “kontinuierliches” Glukosemessgerät. Denn jedes Mal, wenn man einen Wert auslesen wollte, musste man das Smartphone oder ein Lesegerät an den Sensor halten. Mit dem Freestyle Libre 3 ist das nun nicht mehr nötig: Dank Bluetooth landen die Blutzuckerwerte kontinuierlich auf dem Smartphone.

Dieses Feature hatte der Dexcom schon lange. Auch die Vorgängermodelle von Dexcom G7 lieferten kontinuierlich Werte an das Smartphone. Was den Dexcom G7 vom G6 vor allem unterscheidet sind gleich mehrere Dinge:

  1. Der Sensor ist deutlich kleiner und besteht nicht mehr aus zwei Teilen
  2. Die Aufwärmphase (die Zeit zwischen Sensor setzen und Werte erhalten) wurde von 2 Stunden auf unter 30 Minuten verkürzt.
  3. Alarme können noch feiner angepasst werden und auch komplett stumm geschaltet werden

Es gibt noch weitere Unterschiede, aber dazu später mehr. Das sind meiner Meinung nach die Änderungen, die den größten Unterschied beim Freestyle Libre 3 bzw. dem Dexcom G7 zu ihren Vorgängern machen.

Wie habe ich den Dexcom G7 und den Freestyle Libre 3 getestet?

Für diesen Test habe ich beide Sensoren für eine gesamte Sensor-Laufzeit (also 10 Tage beim G7 und 14 Tage beim Libre 3) getragen. In dieser Zeit haben mich die CGMs in meinem Alltag begleitet: Beim Arbeiten, im Fitness-Studio, beim Laufen, beim Essen gehen und so weiter und so fort. Ich habe sie an ähnlichen Stellen angebracht (am Oberarm), aber ich habe sie nicht gleichzeitig getragen. Meine Erfahrung aus der Zeit habe ich dir hier zusammengefasst.

Dexcom G7 oder Freestyle Libre 3: Der CGM-Test in 7 Kategorien

Kategorie 1: Wie sehen Dexcom G7 oder Freestyle Libre 3 denn so aus?

Ist es nicht Wahnsinn, wie weit die Technik heutzutage ist? Beide Sensoren sind winzig. Der Dexcom G7 ist kleiner als ein 2-Euro-Stück, der Freestyle Libre 3 ist sogar noch kleiner (siehe Bilder zum Vergleich). Die Sensoren sind so klein, dass sie sich nicht mehr unter der Kleidung abzeichnen. Mehrfach ist es mir passiert, dass ich vergessen habe, wo ich gerade einen Sensor trage. Der Vorgänger vom Freestyle Libre 3 war schon sehr klein und flach, aber gerade der Vergleich zwischen dem Dexcom G7 und dem G6 ist enorm.

Beim Dexcom G6 bestand der Sensor aus zwei Teilen: Einem Sensor, der wie oben beschrieben auf und unter die Haut gesetzt wurde, und einem Transmitter, der für die Verbindung zum Smartphone zuständig war und in einen Plastikrahmen auf dem Sensor eingerastet werden musste. Damit war der gesamte Sensor deutlich größer als der Dexcom G7. Dieser besteht jetzt nur noch aus einem Teil, der beide Komponenten vereint und dabei aber viel kleiner ist als sein Vorgänger.

Während also bei meinem letzten Test der Freestyle Libre 2 in Sachen Aussehen die Nase vorn hatte, ist jetzt der Unterschied zwischen  dem Freestyle Libre 3 und dem Dexcom G7 zu vernachlässigen. Beide Sensoren sind nur noch ein unauffälliger flacher Knopf.

Freestyle Libre 3 oder Dexcom G7: Dexcom G7 im Größenvergleich mit einem 2 Euro Stück
Dexcom G7 im Vergleich mit einer Münze

Kategorie 2: Wie einfach lassen sich der Dexcom G7 oder Freestyle Libre 3 setzen?

Tatsächlich gibt es auch in dieser Kategorie kaum Unterschiede. Beide Sensor-Setzgeräte sehen fast gleich aus. Es sind kleine runde Plastikkisten, die einen Mechanismus beinhalten, die den Sensorfaden unter die Haut schießen und gleichzeitig den Rest des Sensors auf die Haut kleben. Beim Freestyle Libre 3 passiert das, indem Druck auf die Kiste ausgeübt werden muss, bis der Mechanismus auslöst. Beim Dexcom G7 drückt man einen Knopf, um das Setzgerät in Bewegung zu setzen. Einen großen Unterschied macht es für mich nicht.  Beim Dexcom G7 bleibt der Überraschungseffekt aus: Wann genau der Druck erreicht ist, der den Mechanismus auslöst, weiß man beim Freestyle Libre 3 nicht. Einen Knopf zu drücken, ist da ein bisschen einfacher.

Bei beiden CGMs wird das Setzen des Sensors ganz einfach in der App Schritt für Schritt mit anschaulichen Bildern erklärt. So ist es wirklich simpel einen neuen Sensor anzubringen.

Kategorie 3: Wie ist der Tragekomfort von Dexcom G7 oder Freestyle Libre 3?

Die winzigen Sensoren der beiden CGMs sind im Alltag kaum spürbar. Das ist schon einmal ein riesiger Vorteil. Sowohl der Dexcom G7 als auch der Freestyle Libre 3 sind so klein und flach, dass es fast unmöglich ist, an irgendetwas hängen zu bleiben. Nur beim Ausziehen eines T-Shirts habe ich hin und wieder gemerkt, dass der Stoff am Sensor zieht. Gelöst hat sich aber nie etwas.

Was ich jedoch feststellen musste: Der Freestyle Libre 3 ist sehr fest mit der Haut verklebt. Das kann natürlich ein Vorteil sein, weil er sich nicht so schnell löst. Für mich heißt das jedoch, dass beim Abziehen des Sensors am Ende der Laufzeit auch ein wenig Haut mit abging. Das ist unangenehm und hinterließ eine zwar kleine, aber offene Wunde am Arm. Nicht so schön.

Beim Dexcom G7 hatte ich das Problem nicht. Zum Ende der Laufzeit war schon zu beobachten, dass der Kleber etwas nachließ. An den Kanten des Pflaster löste sich dieses schon ein wenig von der Haut. So konnte ich den Sensor bequem abziehen. Wer jetzt denkt: “Aber dann könnte ich ja den Sensor verlieren!”, dem sage ich: Kein Problem. Dexcom liefert beim G7 noch einen sogenannten Overpatch mit. Das ist ein Pflaster, welches man zur Befestigung über den Sensor anbringen kann. Wenn du also besonders sportlich aktiv bist, es gerade Sommer ist und du viel schwitzt, oder du einfach dazu neigst, deinen Sensor abzureißen, dann ist der Overpatch eine gute Lösung für dich.

Kategorie 4: Wie gut sind der Dexcom G7 oder Freestyle Libre 3 für den Sport geeignet?

An dieser Stelle muss ich einen Vorteil vom Dexcom G7 erwähnen, der für den Sport unfassbar wertvoll ist: Die Blutzuckerwerte können nicht nur auf dem Smartphone angezeigt werden, sondern auch auf einer Smartwatch. Zwar musst du dein Smartphone immer dabei haben, weil der Sensor nur mit deinem Smartphone kommuniziert, aber die Werte werden eben auch auf der Smartwatch gespiegelt. Warum ist das wichtig?

Wenn du so wie ich gerne und viel läufst, oder wenn du vielleicht viel Fahrrad fährst oder im Fitness-Studio Cardio-Kurse besuchst, dann ist diese Funktion Gold wert. Dann willst du nämlich nicht ständig dein Smartphone aus deiner Hose oder aus einer Tasche herumfummeln, es entsperren und dann die App öffnen, um deine Werte zu sehen. Beim Dexcom G7 hast du den Wert einfach auf der Smartwatch. Ein Fingertipp genügt und du siehst deinen Wert. Beim Freestyle Libre 3 kommst du nicht darum herum, dein Smartphone in die Hand zu nehmen.

Dazu sei aber gesagt, dass der G7 hier noch ein paar “Kinderkrankheiten” hat. Beim Dexcom G6 war die Verbindung zur Smartwatch deutlich reibungsloser. Beim G7 kommt es immer wieder mal vor, dass Werte länger laden müssen oder die App auf der Smartwatch neu gestartet werden muss. Ich hoffe sehr, dass Dexcom diese Fehler schnell behebt.

Ansonsten kommen beide CGM gut mit schwitziger Haut klar. Auch stört es nicht, wenn du den Muskel trainierst, auf dem dein Sensor sitzt.

Kategorie 5: Wie genau sind die Werte von Dexcom G7 oder Freestyle Libre 3?

Es kommt natürlich darauf an, dass hier bei einem CGM keine Fehler passieren. Die Genauigkeit der Werte ist entscheidend. Sowohl beim Dexcom G7 und beim Freestyle Libre 3 waren die Werte insgesamt sehr, sehr genau. Immer wenn ich zwischendurch einmal blutig nachgemessen habe, waren die Werte nie weit voneinander entfernt.

In den ersten 24 Stunden habe ich aber festgestellt, dass hier sowohl der Dexcom G7 als auch der Freestyle Libre 3 noch so ihre Problemchen haben. In dieser Zeit weichen die Werte zum Teil doch stärker ab oder springen ein wenig herum. Der Dexcom G7 hat hier einen Vorteil: Er lässt sich kalibrieren. Das bedeutet Folgendes: Wenn du das Gefühl hast, dass deine Werte dauerhaft von deinen blutig gemessenen Werten abweichen, kannst du den Dexcom G7 einstellen. Dazu misst du blutig und gibst dann auf deinem Smartphone in der Dexcom-App den gemessenen Wert ein. Der Sensor passt sich dementsprechend an. Beim Freestyle Libre 3 geht das nicht. Wenn da einmal mit den gemessenen Werten etwas nicht stimmt, kannst du nur hoffen, dass sich das Gerät wieder fängt oder du musst ihn wechseln.

Kategorie 6: Wie ist die Handhabung von Dexcom G7 oder Freestyle Libre 3 am Smartphone?

Was beim  Freestyle Libre 3 auf dem Smartphone direkt auffällt: Die App sieht veraltet aus. Die Farben, die Nutzeroberfläche, die Führung durch die Menüs – alles wirkt, als wäre die App zehn Jahre alt. Beim Dexcom G7 hingegen wurde das Erscheinungsbild der App noch einmal überarbeitet. Alles wirkt hell und auf dem Stand der Technik. Die Nutzerführung durch die verschiedenen Menüs wirkt auch hier etwas komplex und unintuitiv. Was für mich aber der wirklich größte Unterschied ist, ist der Graph der Blutzuckerwerte.

Bei beiden Apps steht diese Grafik klar im Mittelpunkt. Sie zeigt das Rauf und Runter der Blutzuckerwerte über die Zeit. Und hier fangen auch schon die Unterschiede an. Beim Freestyle Libre 3 ist dieser Graph fix. Weder die Zeit-Skala noch die Skala für die Blutzuckerwerte ist anpassbar (also weder X-Achse noch Y-Achse).

Das hat ein Problem zur Folge: Die Berg- und Talfahrt der Messwerte wirkt sehr drastisch. Fällt ein Wert innerhalb einer Stunde von 150 mg/dl auf 90 mg/dl, sieht das beim Freestyle Libre 3 wie ein steiler Abfall aus. Insbesondere liegt das daran, dass die Zeitachse immer auf 24 Stunden eingestellt ist. Das ist an sich nur eine Frage der Gewohnheit, führt aber meiner Meinung nach dazu, den Effekt eines Bolus oder den Fall der Werte zu überschätzen.

Beim Dexcom G7 kannst du den Graphen, der deine Blutzuckerwerte darstellt, anpassen. So kannst du einstellen, ob der Graph die Werte der letzten 3, 6, 12 oder 24 Stunden anzeigen soll. Der Freestyle Libre 3 zeigt hingegen immer die letzten 12 Stunden an. Der Unterschied ist, dass du in einem kürzeren Zeitraum viel besser erkennen kannst, wie sich der Blutzuckerwert entwickelt. Der Graph ist nicht verzerrt, sondern es ist klar, ob sie der Wert gerade auf einer geraden Linie bewegt. Gerade beim Ausdauersport, bei dem ich meine Blutzuckerwerte sehr genau im Blick haben möchte, habe ich beim Dexcom G7 so eine viel bessere Übersicht.

Was an dieser Stelle aber unbedingt erwähnen muss, ist die Batterienutzung! Der Stromverbrauch des Dexcom G7 ist riesig. Wie ein Staubsauger schnorchelt die App Kapazität aus dem Akku. Bis zu 40 Prozent meiner Batterienutzung gehen bei meinem iPhone 13 mini auf den G7 zurück. Da ist der Freestyle Libre 3 deutlich genügsamer.

Update März 2023: Der Akkuverbrauch hat sich deutlich verbessert. Inzwischen braucht der Dexcom G7 nur noch einen Bruchteil der Smartphone-Batterie. Aktuell benötigt er nur noch 7 Prozent meine iPhone 13 mini. Unten siehst du ein Bild als Beweis.

Zu sehen ist der Batteriestatus eines iPhone 13.  Der Batteriestatus fällt in einem Zeitraum von 12 Uhr Mittags bis 9 Uhr Morgens von 100 Prozent auf 20 Prozent.

Weiter unten ist zu sehen "Batteriebenutzung pro App". Darin ist zu Lesen "Instagram 32 %" und "Dexcom G7 7 %"
Der Akkuverbrauch des Dexcom G7 ist inszwischen deutlich kleiner als noch im November ’22

Kategorie 7: Wie genau lassen sich die Alarme beim Freestyle Libre 3 oder Dexcom G7 einstellen?

Wir Typ-1er tragen die CGMs auch, weil sie uns warnen, wenn es kritisch wird. Für viele von uns sind Dexcom, Libre, oder was auch immer ein Frühwarnsystem für zu hohe oder zu niedrige Zuckerwerte. Beim Freestyle Libre 3 sind die Einstellungsmöglichkeiten begrenzt. Eine obere und untere Grenze kann für den Alarm eingestellt werden. Auch können alle Alarme ausgeschaltet werden. Töne lassen sich nicht einstellen.

Der Dexcom G6 bietet da mehr Möglichkeiten. Es können Ober- und Untergrenzen für den Alarm eingestellt werden, außerdem warnt der Dexcom G7 bei Bedarf auch vor bald niedrigen Werten oder auch schnell steigenden oder fallenden Blutzuckerbewegungen. Darüber hinaus lassen sich auch “Alarmpläne” festlegen. Ich habe zum Beispiel einen Alarmplan für die Nacht, bei dem ich den Abstand, in dem sich die Alarme nach dem ersten Piepen wiederholen, angepasst habe. Auch hier können Alarme komplett stumm oder “nur vibration” eingestellt werden. Wenn das “Piepen” stört: Der Dexcom G7 bietet eine ganze Reihe unterschiedlicher Alarmtöne von nervigen Weckerklingeln bis zu Babyschreien.

Fazit: Für welches CGM habe ich mich entschieden? Dexcom G7 oder Freestyle Libre 3?

Trommelwirbel! Für welches Blutzuckermessgerät habe ich mich entschieden? Dexcom G7 oder Freestyle Libre 3?

Der Gewinner ist für mich der Dexcom G7. Ausschlaggebend sind zum einen die besser ablesbaren Werte, durch die Anpassung des Zeitraums in der App-Anzeige, zum anderen die Kompatibilität mit meiner Apple-Watch. Da ich wirklich sehr viel Laufe und sportlich aktiv bin, ist das für mich sehr wertvoll. Über die Kinderkrankheiten des G7 kann ich dabei hinwegsehen.

Der Freestyle Libre 3 ist zwar auch hübsch klein und einfach in der Handhabung. Für mich bietet das System aber einfach zu wenig Einstellungsmöglichkeiten. Der Graph ist schlecht ablesbar und es gibt keine Möglichkeit den Sensor zu kalibrieren, wenn die Werte doch einmal nicht stimmen.

Dieser Beitrag hat 32 Kommentare

  1. Luchs

    Danke für den Test. Ich hatte lange den G6 und habe mich für den LIbre 3 entschieden, da er doch einige Vorteile hatte und nach meinem Gefühl auch genauer und schneller ist (erkennt abfallende Werte schneller). Nach deinem Bericht hätte ich mich vermutlich anders entschieden, aber den G7 gab es bei meiner Entscheidung leider noch nicht. Ich hoffe das Libre mit der Apple-Watch nachbessert, ansonsten nächstes Mal vermutlich wieder Dexcom.

    1. TypeOneHenk

      Hi!

      Früher oder später wirst du ja noch die Chance haben das System zu wechseln, wenn du das dann noch möchtest. Bis dahin haben sich ja vielleicht auch die Kinderkrankheiten vom G7 erledigt.

      Was die Uhr angeht: ich habe gelesen, dass es da workarounds gibt, um die Werte vom Libre3 auch auf der Uhr zu haben. Google das mal, ich bin mir sicher, dass du irgendwo eine Anleitung findest!

      Viele Grüße
      Henk

  2. Hardy

    Hallo wie sieht’s beim G7 mit anderen Mobils aus hat/will ja nicht jeder nen Apple, den grössen unterschied finde ich persönlich schon beachtlich und 14 zu 10 Tagen Laufzeit sprechen eher für fen libre die Software eher für den G7.
    Schau mr mal.

  3. Karl

    Übergibt Dexcom Werte an Apple Health?

    Gibt es Anbieter anderer Apps, welche den Sensor auslesen / die Daten verarbeiten können?

    1. TypeOneHenk

      Hi Karl, danke für deinen Kommentar. es gibt eine Verbindung zu Apple Health. Das habe ich aber bislang nicht ausprobiert, ich kann dir dazu also keine Details sagen.

  4. Heiner

    Derzeit benutze ich beide Geräte und finde es gibt einen Nachteil beim Dexcom G7 er hat keine Möglichkeit den Blutzucker
    mit einem Teststreifen zumessen, Somit benötige ich ein zweites Gerät. Oder? Desweiteren ist keine optische Anzeige wann ich Insulin gespritzt oder etwas gegessn habe. Liegt es daran das ich von Dexcom das Lesegerät benutze.
    Ich bin von keinem Gerät restlos überzeugt. Beide haben ihre Vor und Nachteile.

  5. Bernd

    Kann man mit diesen Sensoren am Arm schwimmen gehen? Hält das?

  6. Daniel

    Kommt ein wenig darauf an wie gut der Sensor auf deiner Haut hält, Bernd. Ein Arbeitskollege hat genau wie ich den Libre 3 und er muss regelmäßig diese Überklebepflaster verwenden.
    Ich hingegen gehe mit dem Ding einmal die Woche schwimmen und habe keine Probleme mit sich lösenden Sensoren, selbst im Dampfbad nicht.

  7. Wilfried Aichhorn

    Der G7 ist die größte Frechheit. Der Akku am Handy wird so stark belastet das er maximal 12 Stunden wenn man das Handy nur für den G7 verwendet hält. (Wenn man das Handy auch sonst noch verwendet dann ist man auf ca.7Stunden) Problem ist bei Dexcom bekannt aber außer lehre Versprechungen NICHTS !
    Die Bluetooth Verbindung ist so unstabil das die Verbindung sehr oft unterbrochen wird. Zb. das Handy ist in einer Jackentasche
    nicht auf der Selben Seite wie der Sensor wird abgebrochen, das Handy liegt in der Nacht neben dem Bett und der Sensor ist nicht auf der Selben Seite wie das Handy x mal Abbruch, super wenn man tief schläft. Die angegebenen 3 Meter sind nur ein Wunschdenken von Dexcom.
    Kundendienst ist zwar freundlich aber hilflos und man bekommt nur die Antwort,, wir wissen es und kennen die Probleme“aber leider nur lehre Versprechen.

    1. Helene

      Ich habe den Libre 3 seit ca. 11 Monaten und habe genau das gleiche Problem. Mehrmals in der Nacht wird der Sensor „verloren“. Selbst wenn man direkt daneben sitzt/liegt. Problematisch finde ich auch viel zu oft die abweichende BZ Werte von 50-100. Das bestätigt dann der Hb1A Wert. Bei Nutzung von CamAPS FX fatal, da unnötige Unterzuckererungen projiziert werden. Der Sensor Libre 3 kann nicht kalibriert werden.

  8. Jürgen

    Hallo, die Bewertung in 7 Kategorien ist prima.
    Es wäre noch Interessant, wo kann man die Dinge in
    einer Firmenfiliale kaufen?
    Wie sind die Preise zur Zeit pro Sensor?
    Wie lange kann man mit einem Sensor messen?

    1. TypeOneHenk

      Hi! Ich beziehe meine Sensoren nur über die Krankenkasse. Als Typ-1 Diabetiker bekomme ich sie so über meine Ärztin.

      Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, ob die Sensoren rezeptfrei in Deutschland zu laufen sind. Ich vermute nicht.

      1. alce

        Hallöchen,
        mittlerweile kann man als Selbstzahler die Sensoren ganz offiziell bei Abbott (mit Garantie) kaufen.
        Ansonsten gibt’s noch eBay, aber ohne jegliche Gewährleistung oder Garantie.
        Ich bin selber Selbstzahler und leiste mir den Bezug beim Hersteller Abbott, damit ich auch nicht
        funktionierende Sensoren ersetzt kriege. Ich nutze die Sensoren seit 20. August dieses Jahres
        und es waren schon 2 insgesamt defekt, die Abbott problemlos ersetzt hatte.

  9. Ruth Schulz

    Hallo,
    ich habe mit Dexcom g7 meine Probleme (typ 1)weil ich sehr dünn (knapp 44kg) bin und
    ich finde keine Stelle finde wo ich den Sensor DexCom setzen kann. Am Bauch geht nicht, er ist für Insulin Spritze reserviert.
    Bei der Schulung wurde er am Arm gesetzt. Löste sich nach ein paar Tagen, obwohl er fixiert war. Ich habe kein Fett unter der Haut, darum hält er nicht. Nun messe ich wieder „blutig“. Meine Ärztin sagt einfach probieren. Finde ich nicht so prickelt, weil mich das ziemlich nervt.
    Das ist nicht lustig, weil😢 ich oft messen muss. (ohne Bauchspeicheldrüse).
    Ich habe an den Oberschenkel gedacht. Hat da jemand Erfahrung???

    Über eine Antwort bin ich wirklich sehr dankbar und freue mich darüber

    1. TypeOneHenk

      Hi Ruth! Danke für deinen Kommentar 🙂
      Ich habe tatsächlich auch relativ wenig Körperfett und auch bei mir ist es immer schwierig, eine passende Stelle zu finden.
      Die Empfehlung, verschiedene Stellen einfach mal auszuprobieren, finde ich daher gar nicht schlecht. Allemal besser als wieder blutig zu messen. Auch am Arm habe ich verschiedene Stellen ausprobieren müssen, bis ich eine gute gefunden habe. Nicht aufgeben und weiterprobieren 🙂 Viele Grüße!

      1. Claudia

        Hallo!
        Mein Sohn hat den Free Style Libre 2 Sensor und bringt ihn immer an der Außenseite des Oberschenkels an . Absolut kein Problem!

    2. Antje

      Hallo, mir geht es genau wie Dir. Ich muß seit 2 Monaten auch selbst bezahlen, da ich vom Diabetologen umgestellt wurde, heißt nur noch Langzeitinsulin in der Nacht spritze und Metformin tagsüber nehme.

      Habe eine Frage an Dich: Musstest Du die defekten Sensoren zurück an Abbott schicken oder wurden die einfach problemlos so ersetzt? Danke für ein Antwort von Dir.

      1. Hallo Antje, ich nutze den Libre 3 seit Januar und habe seit dem 5 Sensoren ersetzt bekommen. Bei mir fallen die Sensoren immer Sonntags aus obwohl ich immer im Bluetooth Bereich unter 6 Metern bin. Ich überlege wieder mein Accu Check Meßgerät zu nutzen.

    3. Andrea

      Hallo Ruth, ich trage den Sensor von Freestyle oben seitlich auf der Brust. Bei der Schulung in der Diabetespraxis wurde das überprüft und für ok befunden.

  10. Ruth

    Guten Morgen,
    vielen lieben Dank für die schnelle Antwort. Welche Stelle am Arm hast du gefunden? Ich versuche es noch einmal. Wenn es nicht klappt, muss der Oberschenkel herhalten.
    Zur Zeit messe ich wieder blutig. Aber tut auch weh, weil 😢ich oft piksen muss.
    Viele Grüße und danke😉

    1. Antje

      Hallo Ruth,

      gleiches Problem bei mir … habe jetzt den Sensor seit 2 Monaten an der Bauchdecke (da wo Blinddarm sitzt) angebracht.

      Am Oberschenkel habe ich ihn mir leider … durch Jeans an- und ausziehen, zweimal abgerissen.
      Und am Oberschenkel bei Leggins sieht auch blöd aus … fand ich.
      Jetzt keine Probleme da die Stelle ganz gut geschützt ist. Aufpassen muß man natürlich immer.

  11. Manuel

    Hallo, ich bin auch mit dem G7 sehr zufrieden und hoffe das es bald möglich ist die Werte direkt auf die Smartwatch zu bekommen ohne das Handy dabei zu haben. Ist beim Laufen schon ziemlich nervig. Ich habe für mich auch das Problem, das mein Wert beim Sport sehr stark absinkt. Beim Laufen muss ich circa bei 4 km, einen Energieriegel oder Dextro zu mir nehmen (hab ich jetzt schon rausgefunden). Die Differenz zwischen Gewebe und Blutzucker und die verzögerte Übertragung auf das Handy machen mir die Einschätzung schwierig. Was nutzt ihr für das Training und vor dem Training, um dem vorzubeugen? Energieriegel, Banane, Energiedrink? Vielen Dank

  12. Wilfried Aichhorn

    Leider habe ich mit dem G7 sehr schlechte Erfahrung gemacht. Habe alles richtig gesetzt und keine Meldung erhalten. Support rät zum wechseln des Sensors. Der Funktionierte. Ich bekam nach ca. 2 Wochen schmerzen im Arm wo der Defekte Sensor gesetzt wurde. Um es kurz zu machen (der Weg bis zur Op ist Nebensache)
    Der Sensorfaden ist beim Setzen in Armmuskel hineingeschossen (Technischer defekt laut Dexcom). Op war nicht einfach da der Sensorfaden schnell Wanderte. Apriel OP August noch immer Probleme mit dem Muskel. Dexcom anerkannte den Technische Defekt sofort und meldete es Ihrer Versicherung (Schadeanerkenntnis) Leider Seitens der Deutschen Versicherungen nur schikanen und Verzögerungstaktik. Nun liegt es beim Rechtssanwalt den ich einschalten musste. Dexcom interesiert die Abwicklung überhaupt nicht.

  13. Michael Brand

    Habe vor 3 Wochen 5 Libre 3 bestellt, glaubte ich zumindest, da auf der Abbott Website nur noch ein Sensor angeboten wurde.
    Geliefert wurde aber Libre 1, also das Uraltmodell.
    Leider war ich dann 14 Tage in Urlaub und konnte mich erst danach darum kümmern.
    Die interessante Entscheidung von Abbott war, dass ich die Kulanzfrist von 2 Wochen damit versäumt hatte und deswegen keine Rückerstattung möglich ist, obwohl ich ja auch kein Lesegerät für Libre 1 habe und eine App dafür nicht zur Verfügung steht. Immerhin erhielt ich eine 50% Gutschrift auf den nächsten Libre 3 Sensor.
    Ja, was soll man sagen, ziemlich unglaublich, oder?
    Werde mir mal das Dexcom G7 anschauen…

  14. Uwe Neumann

    Seit ca. 2 Jahren benutze ich FreeStyle Libre 3. Vorher hatte ich den 2er, davor den G6 von Dexcom. Habe also Erfahrung mit beiden Systemen. Nach der Benutzung des G6 bin ich auf FreeStyle Libre 2 umgestiegen und benutzte anfangs den mitgelieferten Transmitter. War auch alles okay. Als der 3er dann erschien, war ich sehr neugierig auf die Vorteile mit der App fürs Smartphone. Ich benutze allerdings kein I-Phone sondern das Betriebssystem Android. Mein Smartphone ist noch keine 2 Jahre alt, aber beim Ansetzen eines neuen Sensors und zum Abschluss der Nutzungsdauer treten doch erhebliche Probleme auf. Nach dem Ansetzen des Sensors misst er drei- bis 4-mal ordnungsgemäß, danah habe ich konstant die Fehlermeldung „Signalverlust“. Die Reklamation bei Abbott ist leider immer dasselbe. Antwort: Bluetooth ausschalten und das Smartphone neu starten. Wenn ich das dann 3 bis 4 mal erledigt habe, findet die App den Sensor meist wieder. Das ist leider kein Service, den ich mir wünsche und überlege wirklich, ob ich nicht doch wieder auf Dexcom wechseln sollte. Gibt es solche Probleme bei anderen Nutzern von FreeStyle Libre 3 auch?

    1. Helene

      Hallo Uwe,
      Das habe ich bei Libre3 mehrmals täglich. Es ist echt nervig, vor allem nachts. Überlege jetzt nach ca 11 Monaten tatsächlich auf den G7 zu wechseln.

  15. Jochen Pass

    Ich benutze den Libre 3 seit ca 8 Monate!
    Leider muss ich feststellen das der Libre 3 Sensor bei fast jedem 3 Sensor den Geist aufgibt !
    Wir sind 3 Brüder und alle haben einen ähnlichen Effekt festgestellt! Auch wenn die Sensoren ausgetauscht wurden, ist es nervig !

    Gibt es Alternativen ?
    Grüße von der Elbe

  16. Maria

    Ich bin vor einem Jahr vom Dexcom zum Freestyle 3 gewechselt. Zwar finde ich das Ablesen der Werte auf dem Dexcom deutlich besser, ausschlaggebend war aber für, dass die Werte des Freestyle Sensors deutlich genauer waren. Leider warte ich noch immer auf die Möglichkeit eines closed loop systems mit dem Freestyle libre 3 und der omnipod patch pumpe. (Dies ist bisher nur mit dem Dexcom möglich)

  17. Mirko

    Habe bisher Libre 2 relativ problemlos verwendet. Nun musste ich auf Libre 3 wechseln und habe 7 Sensoren bestellt. Der 5. Sensor in Folge ist jeweils nach 4-6 Tagen ausgefallen. Jedesmal rufe ich die 0800-Nummer an und lese Zahlenreihen aus dem Lesegerät vor. Dann bekomme ich ein Päckchen in 100facher Sensorgröße mit dem Ersatzsensor. Ist ja alles schön und gut, aber auch die Ersatzsensoren fallen nach 4-6 Tagen aus, wodurch nicht mal 2 Sensoren gemeinsam die 14 Tage schaffen. Mit dem Aufheben der kaputten Sensoren komme ich zwar noch nach, aber mit der Zeit wird es lästig. Nun habe ich von der Praxis ein Dexcom G7 zur Probe bekommen und werde vermutlich wechseln.
    Leider ist Libre 3 richtiger Schrott.

  18. Norbert

    Die Erfahrung von Mirko kann ich nur bestätigen, mir geht es genauso von 7 bestellten sensoren Libre 3 fallen mit regelmäßiger
    Zuverlässigkeit mindestens 4 aus . Das mit dem Telefon mach ich nicht mehr da ich leid bin immer ewig in der Warteschleife zu hängen. Reklamiere mittlerweile über die Homepage und geht genauso nur viel schneller. Bei all meinen Reklamationen gabs noch nie Probleme es wurde anstandslos ersetzt.Dennoch bin ich es leid weil soooo viele Senoren ausfallen.

  19. Peter

    ich hatte erst das Libre 2 jetzt das Libre 3 und habe nur sehr wenig Probleme – geht der Kontakt mal verloren ist das nach 1-2 Minuten von alleine behoben – was mich echt ärgert ist das meine Frau auf ihrem IPHONE Meldung bekommt wenn der Wert zu hoch oder tief ist und ich nicht . Die Anbindung zu Apple watch ist mehr als dürftig hier muss dringend nachgebessert werden.

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